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Polycarbonat-Terrassendach Kostenrechner

Berechnen Sie die Kosten 2026 für Polycarbonat-Terrassendächer, Pergolen und Carports (Stegplatten 4-mm bis 25-mm, Wellplatten, Massivplatten) nach Fläche, Plattentyp, Tönung, Verlegeprofil und Geschoss. Gemäß DIN 18516, DIN EN 16153 und ZVDH-Fachregeln für Lichtdächer.

Polycarbonat-Terrassendach Kostenrechner (Stegplatten / Wellplatten)

Berechnen Sie die Kosten 2026 für Polycarbonat-Terrassendächer, Pergolen und Carports (Stegplatten 4-mm bis 25-mm, Wellplatten, Massivplatten) nach Fläche, Plattentyp, Tönung, Verlegeprofil, Unterkonstruktion und Geschoss — gemäß DIN 18516, DIN EN 16153 und ZVDH-Fachregeln für Lichtdächer.

Geschätzte Polycarbonat-Dach-Kosten
28.012 €
Spanne: 23.810 € – 33.614 €
Platte + Verlegeprofile + Randprofil + Unterkonstruktion + Demontage + Genehmigung + Entsorgung
Platten
16.280 €
Verlegeprofile
2.376 €
Randprofil
1.056 €
Unterkonstruktion
7.920 €
Demontage
0 €
Genehmigung
0 €
Entsorgung
380 €

Was dieser Rechner schätzt

Dieser Rechner ermittelt die Komplettkosten 2026 für ein Polycarbonat-Dach in Deutschland — für Terrassendächer, Pergolen, Carports, Wintergärten, Pool-Überdachungen und Anbauten. Er trennt die Rechnung in die Positionen, die ZVDH-Innungsmitglieder tatsächlich abrechnen:

  • Plattenkosten — Palram Suntuf, Rodeca PC, Scobalit Sun, Bauder Stegplatte oder Onduline Onduclair-Platten pro m², skaliert nach Plattentyp (Wellplatte / Massivplatte / Stegplatte 6/10/16/25 mm), Tönung, Geschoss und Zugang.
  • Verlegeprofile — Aluminium-Klemmprofile pro laufendem Meter, das tragende Verlegesystem für Stegplatten und Massivplatten.
  • Randprofile — F-Profile, Firstkappen, Endkappen, Abschlussbänder pro laufendem Meter.
  • Unterkonstruktion — Holz-Sparren (KVH C24 60×120 mm) oder Stahl-Pfetten pro m².
  • Demontage — Entfernen der bestehenden Eindeckung falls vorhanden.
  • Baugenehmigung — kommunale Baugenehmigungsgebühr je nach Bundesland (verfahrensfrei oder genehmigungspflichtig).
  • Schuttabfuhr — Container und Deponiegebühr für Bauschutt und Kunststoff-Recycling.
  • Wochenend- / Feierabend-Zuschlag — 25 % Aufschlag für Abend-, Wochenend- oder Express-Termine.

Eine Mindest-Anfahrtspauschale von 1.480 € gilt in den meisten deutschen Metropolregionen — Lohnkosten einer 2-Mann-Kolonne, Zuschnitt-Logistik vom Baustoffhandel und Wandanschluss-Detailarbeit dominieren die Kosten bei Klein-Aufträgen.

So nutzen Sie den Rechner

  1. Dachfläche in m² messen. Für ein Terrassendach: Außenmaß × Tiefe. Ein 4×5 m Terrassendach hat 20 m².
  2. Plattentyp wählen — Wellplatte für günstige Pergolen (25-40 €/m² Material), Stegplatte 6 mm für Budget-Wärmedämmung, Stegplatte 16 mm für Premium-Terrassendach, Stegplatte 25 mm für Wintergarten und Pool-Überdachung.
  3. Tönung wählen — Klar (89 % Lichttransmission, höchste Solargewinne, ideal für Nordlage), Opal (lichtstreuend, hotspot-frei, +6 % Plattenkosten), Bronze (rauchgetönt, 25-35 % weniger Solareintrag, +8 %), IR-Sonnenschutz-Beschichtung (Solarsmart, +18 %).
  4. Geschoss-Anzahl setzen — Eingeschossig für ebenerdige Terrasse, zweigeschossig für Balkon-Überdachung, dreigeschossig für Hochhaus-Dachterrasse.
  5. Zugang wählen — Einfach: ebenerdige Terrasse mit Leiterzugang; Mittel: eingeschossiges Dach mit Rüstung; Schwer: mehrgeschossig oder Hebebühne erforderlich.
  6. Verlegeprofil-Länge in lfdm setzen. Pro Stegplattenbreite (typisch 1.050-1.250 mm) ein Klemmprofil — ein 4 m breites Dach braucht 4-5 Profile × Länge.
  7. Randprofil-Länge in lfdm setzen. Außenumfang des Daches plus Wandanschluss-Linie.
  8. Unterkonstruktion an/aus — An wenn neue Sparren, Aus wenn Bestand vorhanden.
  9. Demontage an/aus — An bei Ersatz einer defekten Bestands-Eindeckung.
  10. Zusatz-Schalter — Baugenehmigung, Schuttabfuhr, Wochenend-Zuschlag.

Typische Polycarbonat-Dach-Kosten Deutschland 2026

Diese Spannen spiegeln Preise 2026 von Bauder, Rodeca, Scobalit, Palram und Brett Martin wider, plus MyHammer- und Daa.net-Angebotsdaten und ZVDH-Marktdaten Lichtdächer 2026.

Umfang (klar, eingeschossig, mittlerer Zugang, mit Unterkonstruktion, 20 lfdm Profile, 20 lfdm Randprofil)Preis 2026 fertig montiert
10 m² Pergola (Wellplatte Suntuf)1.480 € – 2.250 €
20 m² Terrassendach (Stegplatte 10 mm)2.700 € – 4.100 €
20 m² Terrassendach (Stegplatte 16 mm)3.200 € – 5.200 €
30 m² Carport (Stegplatte 16 mm Rodeca)4.800 € – 7.200 €
40 m² Wintergarten (Stegplatte 25 mm Bauder Premium)9.500 € – 14.500 €
Wellplatte Polycarbonat, fertig60 € – 100 €/m²
Stegplatte 6 mm Wabenplatte, fertig85 € – 130 €/m²
Stegplatte 10 mm 3-fach, fertig105 € – 155 €/m²
Stegplatte 16 mm 3X/5W, fertig145 € – 220 €/m²
Stegplatte 25 mm 5W/7W schwer, fertig195 € – 280 €/m²
Massivplatte 6 mm, fertig130 € – 195 €/m²
Aluminium-Klemmprofil36 €/lfdm
F-Profil / Endkappe / Abschlussband16 €/lfdm
Holz- oder Stahl-Unterkonstruktion36 €/m²
Bronze-/Rauch-Tönung Aufschlag+8 % Platte
IR-Sonnenschutz-Beschichtung Aufschlag+18 % Platte

Zuschlag 15 % für zweigeschossigen Zugang, 35 % für dreigeschossig oder höher, 10-30 % für schwierigen Zugang (Hebebühne, beengte Baustelle).

Kostentreiber

Plattentyp. Die dominante Variable. Wellplatten bei 60-100 €/m² fertig sind der Budget-Maßstab. Stegplatten 6 mm verdoppeln die Wärmedämmung und kosten 25-40 €/m² mehr. Stegplatten 16 mm verdreifachen die Wärmedämmung und kosten 80-120 €/m² mehr als Wellplatten. Stegplatten 25 mm sind die Premium-Spezifikation für Wintergärten bei 130-180 €/m² über Wellplatten und sind die einzige Spezifikation, die GEG 2024 für beheizte Räume erfüllt.

Verlegeprofil-System. Stegplatten und Massivplatten müssen mit Aluminium-Klemmprofilen verlegt werden, die thermische Ausdehnung aufnehmen (Polycarbonat dehnt sich 0,065 mm/m/°C — eine 4 m Platte bewegt sich 10-13 mm zwischen -20 °C Winter und +60 °C Sommer-Oberflächentemperatur). Klemmprofile kosten 32-42 €/lfdm fertig. Verzicht auf das Klemmprofil-System mit Schrauben durch die Plattenfläche hindurch macht die Herstellergarantie hinfällig.

Randprofile und Abschlussband. Jede Stegplatten-Kante muss gegen Insekten und Wasser abgedichtet werden — die offenen Enden der Hohlkammern werden unten mit Alu-Abschlussband (atmungsaktiv für Kondenswasser-Ablauf) und oben dampfdicht abgedichtet. Die freien Längsseiten erhalten F-Profile. Plan 14-18 €/lfdm Gesamtkosten.

Unterkonstruktion. Eine Holz-Sparren-Unterkonstruktion (KVH C24 60×120 mm) im Abstand 600-1.000 mm kostet 28-42 €/m². Eine Aluminium-Unterkonstruktion (beliebt für Nachrüstung auf bestehende Betonterrasse) kostet 50-70 €/m². Stahl-Unterkonstruktionen für hohe Schneelasten oder Spannweiten über 5 m kosten 65-95 €/m².

Tönung. Klar hat die höchste Lichttransmission. Opal/diffundierend streut direktes Sonnenlicht und vermeidet Hotspots, +6 %. Bronze blockt 25-35 % Solareintrag bei 20 % Lichttransmissionsverlust, +8 %. IR-Sonnenschutz-Beschichtung (SolarSmart, Solar Control) reflektiert 65-80 % Infrarot-Wärme bei 50-60 % sichtbarer Lichttransmission, +18 % — empfohlen für Süd- und Westterrassendächer in Klimazonen mit häufiger sommerlicher Überhitzung.

Geschoss und Zugang. Eingeschossiger ebenerdiger Einbau ist die Basis. Zweigeschossige Arbeit fügt 15 % für Gerüst hinzu. Dreigeschossig erfordert Hebebühnen-Miete (250-450 €/Tag) plus Bediener.

Normen und Vorschriften (Deutschland)

  • DIN EN 16153 — Lichtdurchlässige flache Stegplatten aus Polycarbonat für innen und außen in Dächern, Wänden und Decken — Anforderungen und Prüfverfahren.
  • DIN EN 16240 — Lichtdurchlässige flache Massivplatten aus Polycarbonat für innen und außen in Dächern, Wänden und Decken.
  • DIN 18516-1 — Außenwandbekleidungen, hinterlüftet, Anforderungen, Prüfgrundsätze (für vertikale Polycarbonat-Verkleidungen relevant).
  • DIN 1055-5 — Lastannahmen für Bauten, Schneelast und Eislast (Schneelastzone 1-3 nach Standort).
  • DIN EN 1991-1-3 — Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke — Schneelasten; lokale charakteristische Schneelast sk je Postleitzahl.
  • DIN EN 1991-1-4 — Eurocode 1: Windlasten; Windzonen 1-4 nach Bundesland.
  • GEG 2024 — Gebäudeenergiegesetz; Wintergärten müssen U-Wert ≤ 1,8 W/m²K erfüllen, falls beheizt.
  • DIN 4108 — Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden.
  • ZVDH-Fachregel für Lichtdächer — Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks für Lichtdach-Konstruktionen, Verlegeprofile, Wandanschlüsse und Wärmedämmung.
  • DIN 4102-7 — Brandverhalten von Baustoffen; Polycarbonat normalentflammbar B2 (normal-entflammbar), unter Ausnahmegenehmigung in B1 (schwer-entflammbar) erhältlich.
  • Landesbauordnungen (LBO) — Verfahrensfreiheit und Genehmigungspflicht je Bundesland (BayBO Art. 57, BauO NRW § 62, HBO § 63, etc.).
  • DIBt-Zulassung — Deutsches Institut für Bautechnik; allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für nicht-genormte Polycarbonat-Konstruktionen.
  • DGUV Vorschrift 38 — Bauarbeiten; Absturzsicherung bei Höhen über 3 m.

Diagnose Schritt für Schritt

  1. UV-Schicht-Ausrichtung prüfen — die Premium-Stegplatte hat eine im Werk koextrudierte UV-Schutzschicht auf nur einer Seite. Die Herstelleraufschrift auf dem Schutzfilm zeigt die obere Seite. Falsch-Montage macht die Garantie hinfällig und die Platte vergilbt in 3-5 Jahren statt 15.
  2. DIN EN 16153 Konformitätsstempel auf jeder Platte prüfen.
  3. Klemmprofile auf Bewegungsspiel prüfen — Polycarbonat muss thermisch atmen können.
  4. Abschlussband-Montage prüfen — Oberkante dampfdicht, Unterkante atmungsaktiv. Falsch-Montage führt zu Kondenswasser und Algenbewuchs.
  5. Sparren-Abstand mit Hersteller-Spezifikation abgleichen — Stegplatte 6 mm bei 700 mm Sparren-Abstand, 16 mm bei 1.000 mm, 25 mm bei 1.200 mm.
  6. Mindest-Dachneigung prüfen — 5° (etwa 1:12) für Wellplatten, 7° für Stegplatten als Wärmedämm-Lichtdach.
  7. Befestigungs-Abstand prüfen — Schrauben 400-500 mm entlang des Sparrens mit EPDM-Distanzscheiben.
  8. Drainage an der Traufenkante prüfen — Hohlkammern müssen frei abfließen.

Schutz vor Pfusch und Überteuerung

Wohnungs-Terrassendach-Montagen sind ein häufiges Ziel für Pfuschmontagen:

  • Angebote mit Schrauben durch die Plattenfläche statt Klemmprofile — Garantie hinfällig.
  • Angebote ohne Aluminium-Abschlussband — garantierter Algenbewuchs und Kondenswasser-Probleme innerhalb von 2 Jahren.
  • Angebote mit Generic-Polycarbonat ohne koextrudierte UV-Schicht — Vergilbung in 3-5 Jahren statt 15-20.
  • Angebote mit UV-Schicht nach unten montiert — unsichtbarer Fehler bis zur Vergilbung.
  • Angebote ohne Wandanschluss-Detail an der Haus-Anbindung.
  • Angebote ohne Tropfblech an der Traufe.

Verlangen Sie ein detailliertes Angebot mit Hersteller und Produkt-Nummer der Platte, UV-Garantie-Laufzeit, Klemmprofil-Hersteller, Abschlussband-Artikelnummer, Schrauben-Hersteller mit EPDM-Distanzscheiben-Spezifikation und schriftlicher 10-Jahre Dichtheitsgarantie. Innungsmitgliedschaft im ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) prüfen. Bei angebauten Terrassendächern Wandanschluss-Detail und Entwässerung gemäß DIN 1986-100 bestätigen.

Verwandte Rechner und Leitfäden

Quellen: Bauder Stegplatten 2026 Preisliste; Rodeca PC Stegplatten Technisches Handbuch 2026; Scobalit Sun Specifier Guide; Palram Suntuf und Sunlite Verlegeanleitungen; Brett Martin Marlon ST Handbuch; MyHammer und Daa.net Q1 2026 Angebote; Verbraucherzentrale Terrassendach-Kostenanalyse 2026; ZVDH Marktdaten Lichtdächer 2026; DIN EN 16153, EN 16240, 18516-1, 1055-5, 1991-1-3, 1991-1-4, 4108, 4102-7, 1986-100; GEG 2024; ZVDH-Fachregel für Lichtdächer; Landesbauordnungen aller 16 Bundesländer; DIBt-Zulassungsdatenbank; DGUV Vorschrift 38.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Polycarbonat-Terrassendach pro m² im Jahr 2026?
Die meisten Polycarbonat-Terrassendächer und Carports in Deutschland kosten 2026 zwischen 95 € und 220 € pro m² inklusive Platte, Aluminium-Klemmprofile, Randprofile, Abschlussband und Holz- oder Stahl-Unterkonstruktion. Wellplatten Polycarbonat (Palram Suntuf, Onduline Onduclair PVC-PC) ist die günstigste Variante bei 60-100 €/m² inklusive Montage. Stegplatten 6 mm (Wabenplatten 2-fach) kosten 85-130 €/m², Stegplatten 10 mm (3-fach) 105-155 €/m², Stegplatten 16 mm (3X / 5W-Struktur) 145-220 €/m² und schwere 25-mm Stegplatten 195-280 €/m². Ein typisches 4×5 m (20 m²) Terrassendach in 16 mm Stegplatte klar mit Holz-Unterkonstruktion kostet 2026 zwischen 3.200 € und 5.200 € fertig montiert. Quelle: Q1 2026 Angebote über MyHammer, Daa.net und Verbraucherzentrale; ZVDH-Marktdaten Lichtdächer 2026; Preislisten von Bauder, Rodeca, Scobalit, Palram und Brett Martin 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Stegplatten und Wellplatten?
Stegplatten (Wabenplatten, Hohlkammerplatten) sind 4-mm bis 25-mm dick und bestehen aus zwei oder mehr parallelen Polycarbonat-Schichten mit inneren Stegen, die Luftkammern bilden. Die Luftkammern liefern Wärmedämmung — eine 16-mm Stegplatte hat einen U-Wert von ca. 2,4 W/m²K, eine 25-mm 5-Wand-Stegplatte ca. 1,5 W/m²K. Stegplatten werden mit Aluminium-Verlegeprofilen (Klemmprofilen) verlegt, die thermische Ausdehnung ausgleichen und die Plattenkante abdichten. Wellplatten Polycarbonat sind eine einlagige Polycarbonat-Bahn mit Wellprofil (z.B. Suntuf, Onduclair PC), 0,8-1,0 mm dick. Sie liefern KEINE Wärmedämmung (R-Wert ca. 0,1), sind aber deutlich günstiger und leichter zu verlegen — sie werden direkt mit Schrauben und Gummi-Distanzscheiben auf Holzlattung befestigt. Für unbeheizte Terrassendächer und Pergolen sind Wellplatten erste Wahl. Für Wintergärten, Solarräume und Pool-Überdachungen sind Stegplatten 16-25 mm erforderlich, um die ZVDH-Fachregel und DIN 4108 zu erfüllen.
Brauche ich eine Baugenehmigung für ein Terrassendach in Deutschland?
Es kommt auf das Bundesland und die Größe an. In Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind freistehende Terrassendächer bis 30 m² Fläche und 3 m Höhe als verfahrensfreie Bauvorhaben in der jeweiligen Bauordnung gelistet (BayBO Art. 57, HBO § 63, LBauO RP § 62, LBO BW § 50). In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den ostdeutschen Bundesländern liegt die Schwelle bei 30 m² für die Verfahrensfreiheit (BauO NRW § 62, NBauO § 60). Berlin und Hamburg verlangen für jedes Terrassendach eine Baugenehmigung. Angebaute Terrassendächer (am Haus befestigte) sind in den meisten Bundesländern auch dann genehmigungspflichtig, wenn sie kleiner als die Schwelle sind — die Befestigung an der Hauswand löst die Genehmigungspflicht aus. Für Terrassendächer mit Heizung oder als geschlossener Wintergarten gilt unabhängig von der Fläche EnEV / GEG 2024 — die Stegplatten müssen U ≤ 1,8 W/m²K erfüllen, was 16-25 mm Stegplatten mit thermischer Trennung schaffen. Denkmalgeschützte Häuser und Erhaltungssatzungs-Bereiche brauchen IMMER eine Genehmigung.
Wie lange hält ein Polycarbonat-Dach?
Die Lebensdauer hängt von der UV-Schutzschicht (eine im Werk koextrudierte UV-resistente Oberschicht), der Tönung, dem Verlegesystem und der Montage-Qualität ab. Hochwertige Stegplatten mit werksseitig koextrudierter UV-Schicht (Rodeca PC, Scobalit Sun, Palram Sunlite, Bauder Stegplatten) tragen eine 10-Jahre Herstellergarantie gegen Vergilbung und Schlagverlust. Reale Lebensdauer in Deutschland: 18-25 Jahre für Premium-Platten und 12-18 Jahre für Budget-Platten ohne UV-Schicht. Häufigste Versagensbilder: (1) Algenbewuchs auf der Oberseite bei feuchten Standorten (mit verdünntem Reiniger reinigen, niemals Hochdruckreiniger über 80 bar); (2) Vergilbung der Oberseite nach 12-15 Jahren; (3) Kondenswasser in den Hohlkammern bei fehlendem Abschlussband; (4) Klemmprofil-Gummidichtungen verlieren nach 15-20 Jahren ihre Elastizität. Bauder und Rodeca bieten 10-Jahre UV-Vergilbungsgarantie auf ihren Premium-Stegplatten.
Welche Dachneigung braucht ein Polycarbonat-Dach?
Die Mindestdachneigung beträgt 5° (etwa 1:12) für alle Polycarbonat-Platten. Unter 5° drainiert die Platte zu langsam, Wasser sammelt sich an der unteren Schraubenlinie und sickert durch Kapillarwirkung in die Hohlkammern. Bauder, Rodeca und Palram empfehlen 7-10° als optimalen Bereich für Wohnhaus-Terrassendächer — schnell genug zur Selbstreinigung und Drainage, flach genug für offenes Raumgefühl. Über 25° werden die Klemmprofil-Dichtungen stark belastet und die Platte kann gegen die untere Halteleiste rutschen — für Neigungen über 25° selbsttragende Profile mit positiver Endbefestigung verwenden. Die ZVDH-Fachregel für Lichtdächer schreibt mindestens 7° Neigung für Stegplatten mit Wärmedämmfunktion vor.
Kann ich ein Stegplatten-Dach selbst montieren?
Wellplatten Polycarbonat auf einer kleinen Pergola oder Hütte (unter 10 m²) ist ein machbares DIY-Projekt — die Platte ist leicht, das Wellprofil verzeiht Toleranzen, die Schraub-Montage mit Distanzscheiben ist überschaubar. Stegplatten-Terrassendächer und Wintergärten sind anspruchsvoller, weil das Aluminium-Klemmprofil-System sorgfältige Schnittführung, Endkappen-Abdichtung, korrekte Abschlussband-Ausrichtung (dampfdicht oben, atmungsaktiv unten) und genaue Ausrichtung der Profile erfordert. Selbstmontierte Stegplatten-Systeme versagen häufig an der Profil-Platten-Dichtung (Wassereintritt und Algen in den Hohlkammern) oder an der Traufenkante (Wasser bläst unter die untere Plattenkante zurück). Bauder, Rodeca und Palram veröffentlichen detaillierte Verlegeanleitungen; ihre 12-Monats-Herstellergarantien gelten nur für fachgerechte Montage. Für Terrassendächer über 10 m² ist ein ZVDH-Innungsmitglied oder zertifizierter Lichtdach-Monteur die sicherere Wahl.

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